Gartenarbeiten im März

 


Warum nicht einen Apfelbaum pflanzen?
Oder eine ganze Reihe davon - eine Apfel-Hecke! Das wäre doch eine blumig-fruchtige Alternative zu eintönigen Liguster-, Thujen- oder Buchenhecken. Klaus Strasser hat uns beim ersten Landesgartenfachberaterstammtisch die Vorzüge erklärt und von seinen eigenen Erfahrungen vom Obstbaumschnitt mit der Heckenschere berichtet. Mit der richtigen Pflege der Obstbäume schaffen wir jetzt die Voraussetzung für eine gute Ernte. Schön langsam können wir im Gemüsegarten beginnen, wenn es das Wetter erlaubt. Wenn auch noch die Mondphase dazu passt, umso besser.


 

Gemüsegarten   Obstgarten   Ziergarten   Zimmerpflanzen   Balkon und Terrasse

 

Gemüsegarten

Pflanzen drinnen Vorziehen

Wärmeliebende und lichthungrige südländische Gemüsearten haben Anfang März den besten Aussaattermin. Vorher ist das Licht zu wenig, nachher wird die Zeit knapp. Zum Vorziehen eignen sich passende Anzuchtschalen mit Lüftungsschlitzen für die Fensterbank. Gut eignen sich auch durchsichtige Obstbehälter mit Deckel, die man auf eine Schale stellt.

Anzuchterde
In die Schalen füllt man fertige Anzuchterde. Die Erde muss besonders nährstoffarm sein. Man kann sie auch selber mischen: 1/3 Gartenerde mit 1/3 Reifekompost und 1/3 Quarzsand. Dann empfiehlt sich, die Erde eine halbe Stunde im Backrohr zu dämpfen, um Unkrautsamen und Ungeziefer zu vermeiden. Die Samen streut man nicht zu eng in die Schale und bedeckt sie leicht mit Erde. Lauwarm angießen und die Plastikhaube darüber und erst wieder gießen, wenn sich keine Wassertröpfchen mehr innen an der Plastikhaube bilden.

Pikieren
Sobald zwei Keimblätter gut entwickelt sind, ist zu pikieren. Die Pflanzen brauchen jetzt mehr Platz für die Wurzeln und kommen in größere Schalen mit mehr Abstand oder gleich in passende kleine Töpfe. Zum Pikieren bereit. Die Pflänzchen aus den Saatschalen kommen jetzt in kleine Töpfe.

Man hebt mit einem Staberl, einem Pikierholz oder einem alten Bleistift die Pflanzen hoch, zwickt längere Wurzeln ab, und drückt beim Setzen die Erde an die Wurzel gut an. Dann wird lauwarm gegossen und mit einer durchsichtigen Plastikhaube abgedeckt.
 

Die häufigsten Fehler

- Man beginnt zu früh Die Pflanzen wachsen und wachsen und weil es zu warm ist, werden sie dünn und lang. Wenn die Nährstoffe
   in der Anzuchterde  verbraucht ist, stockt das Wachstum.

- Es ist zu warm Die Pflanzen vergeilen. Sie sind gelbgrün, lang und nicht standfest. Sie sind anfälliger für Pilzkrankheiten.

- Es ist zu feucht Die Pflanzen haben Pilzkrankheiten und fallen um oder verschimmeln. Auf der Erde bildet sich ein weißer
  Schimmelbelag.

 

Zu Ostern den ersten eigenen Salat aus dem Frühbeet

Sehr frühe Kopfsalatsorten können zu Ostern schon zu ernten sein.

Wenn Ostern sehr früh ist, geht es sich mit den üblichen Frühsalaten wie Maikönig und Attraktion nicht ganz aus. Die werden Anfang März gepflanzt und sind Mitte bis Ende April zu ernten.

Vorsprung im Frühbeet
Wer die Pflanzen selber zieht, sollte laufend anbauen und pikieren. Salat, auch Pflücksalat, alle 14 Tage bei abnehmendem Mond. Im Frühbeet oder Gewächshaus kann man schon den nächsten Salat anbauen, während der erste zu häupteln beginnt. Dazwischen kann man bald die ersten Radieschen ernten.

Pflücksalat und Sommersalat anbauen
Lollo rosso, Lollo Bionda und weitere rote und grüne Pflücksalate sollen gleich angebaut werden. Eissalat wie Grazer Krauthäupl und Great Lakes gehört im März in die Erde. Auch Binde- und Kochsalate wie Forellenschuss könnten interessant sein.

Ein mobiles Frühbeet aus Stegplatten kann man gut auf dem Hochbeet verwenden. Die ausgegrabene Erde füllt das über den Winter eingesunkene Beet wieder an. Wenn noch einmal Schnee fällt, macht es den Pflänzchen meist nichts aus. Wenn es im Frühbeet dampft, muss gelüftet werden. So eine automatische Lüftung sorgt dafür, dass die Pflanzen an einem heißen Tag nicht „verbrennen“.

Asiatische Blattgemüse
Viele Sorten sind kältetolerant und schießen daher, wenn es wärmer wird, z.B. Grün im Schnee. Aber einige Senfkohlarten (Brassica juncea) wie Red Giant können im Frühling angebaut und dann laufend blattweise geerntet werden.

 

Die Beete einteilen

Nun werden die Wege zwischen den Beeten ausgetreten. Trittbretter, Lattenroste oder andere natürlich wirkende Materialien machen die Gartenwege auch bei Nässe begehbar und erleichtern die Arbeit.

Das Beet soll ca 1,2 m breit sein und die Wege ca. 20 - 30 cm, sodass man von beiden Seiten mit den Händen gut bis zur Mitte gelangen kann. Beete müssen nicht immer geradlinig sein. Sie können Bretter zwischen die Beete legen und die größeren Wege mit Hackschnitzeln bestreuen.

Wege aus Pflastersteinen sind meist weniger rutschig als Holzwege und die Einteilung kann auch leicht wieder geändert werden. Die Trittbretter sollten auf keinen Fall zur Stolperfalle werden. Da es darunter feucht bleibt, verkriechen sich auch gerne Schnecken, die man dann ab und zu absammeln kann.

Wird die Beeteinteilung nicht jedes Jahr geändert, empfehlen sich dauerhaftere Lösungen, z.B. mit Trittsteinen aus Beton.

 

Kaltstart oder warme Füße für die Pflänzchen
Nach der Bodentemperatur richtet sich der Anbau ob drinnen, im Frühbeet oder schon direkt am Beet.

Wenn Chili und Tomaten auf der Fensterbank immer mehr Platz brauchen, wird es Zeit, das Frühbeet zu aktivieren. Ist der Boden warm genug, kann einiges gesät werden. Robuste Salate, besonders Pflück- und Schnittsalat und Radieschen werden ab einer Bodentemperatur von 7 Grad angebaut und Kopfsalat wird gepflanzt. Direkt am Beet können Karotten Radieschen und Petersilie angebaut werden. Sie keimen schon ab 2 Grad, doch wenn es wärmer ist, geht es schneller. Ein Kälteeinbruch führt bei einigen Gemüsearten zum Schossen, sie wachsen aus und bilden Blüten.

 

Gemüse anbauen. Ab 15 Grad geht‘s los!

 Gemüseart Temperatur
Keimung °
Temperatur
Anzucht °
  Saat im Freiland
möglich ab
 Bemerkung
 Brokkoli 15 - 20 10 - 12 April  Keine überständigen Pflanzen verwenden!
 Chinakohl 18 - 22 12 - 18 Ende Juni  Schossrisiko bei Frühanbau
 Endiviensalat 20 - 22 14 - 20 schwierig  Hitze und Kälte führen zum Schossen
 Gurken 23 - 26 18 - 22 nein  Sehr wärmebedürftig
 Karfiol 15 - 20 10 - 12 April  Keine überständigen Pflanzen verwenden!
 Knollenfenchel 20 - 22 14 - 20 schwierig  Keine überständigen Pflanzen verwenden!
 Kohlrabi 18 - 20 10 - 14 April  Kälte führt zum Schossen
 Kopfkohl 15 - 20 10 - 12 April  Besonders gut für Freilandsaat geeignet
 Paprika 23 - 26 18 - 22 nein  Nicht zuviel gießen, warm halten
 Petersilie 18 - 20 13 - 18 April  Nicht zu dicht säen, schosst nach Kälte
 Porree 18 - 20 10 - 16 April  Für Frühanbau geeignete Sorten wählen
 Radicchio 26 - 28 16 - 20 Juni, schwierig  Erst ab Juni säen, schossgefährdet
 Sprossenkohl 15 - 20 10 - 12 April  Besonders gut für Freilandsaat geeignet
 Salat 12 - 15   8 - 12 schwierig  Über 18°C Keimhemmung
 Schnittlauch 15 - 20 12 - 15 Mai  Saaten vor April schossen im 1.Jahr
 Sellerie 18 - 20 16 - 20 nein  Pflanzung nicht vor Mai, schosst leicht
 Tomaten 23 - 26 16 - 22 nein  Vertragen auch kühlere Temperaturen
 Zucchini 23 - 26 18 - 22 nein  Kleine Pflanzen wachsen besser an

Die Temperaturangaben sind Richtwerte. Es gibt jeweils robustere oder empfindlichere Sorten.
 

Ein guter Boden ist das Um und Auf
Der Boden ist trocken genug um die Beete herzurichten.

Bodenvorbereitung
Gute Bodenbearbeitung ist die Voraussetzung einer reichen Ernte. Sobald der Boden abgetrocknet ist, kann mit der Bodenbearbeitung begonnen werden. Es wird nur so viel vorbereitet, wie auch in allernächster Zeit zum Samenanbau oder zum Pflanzen benötigt wird.

Zuerst wird der Boden mit der Grabgabel oder der Gartenkralle tiefgründig gelockert und mit dem Rechen so feinkrümelig wie möglich gemacht. Nicht umstechen, sondern die Grabgabel nach vorne und hinten bewegen, um den Boden zu lockern.

Dann kommt Reifekompost auf die Beete und wird nur leicht eingearbeitet. Für Kohlgewächse oder Fruchtgemüse kann auch guter Rohkompost verwendet werden.

Fruchtfolge beachten
Das Beet für die Starkzehrer kann bereits mit gutem organischen Dünger versorgt werden. Dieser kann aber auch in die Pflanzgrube oder später als Kopfdünger direkt zu den Pflanzen gegeben werden.

Mischkultur
Verschiedene Pflanzen fördern sich gegenseitig, andere vertragen sich nicht nebeneinander. Zwiebeln und Karotten vertreiben sich gegenseitig Schädlinge.

Direktsaat auf den Beeten
Karotten, Zwiebeln, Lauch, Erbsen, Rote Rüben und Spinat können an Ort und Stelle gesät werden. Steckzwiebeln, Schalotten und Knoblauch werden so tief gesteckt, dass die Spitze noch herausschaut.

Karotten anbauen
Da Karottensamen lange zum keimen brauchen (je nach Bodentemperatur anderthalb bis vier Wochen), kann man sie mit feuchtem Sand vermischen und in einem Plastiksackerl drei Tage ankeimen lassen. Dies verkürzt eine lange Keimdauer bis zu zwei Wochen.

Der Reihenabstand beträgt 25 cm. Karotten keimen bereits bei einer Bodentemperatur von 5 bis 7 Grad.

Die Wurzelgemüse werden meist in Reihensaat angebaut und später, wenn sie etwa 10 cm hoch sind, werden die zu dicht stehenden Pflanzen ausgerissen. Dabei kann man das Blattgrün von Karotten, Rettich und Rohnen ernten und für den Salat oder für Smoothies verwenden.

Anbau in Reihensaat
In eine feine Rille wird der Samen gesät. Kleine Samen aus der Tüte werden dabei meist zu dicht gesät. Im Saatband ist schon der richtige Abstand «eingestellt». Beim Karottenanbau gebe ich gern alle 10 cm einen Radieschensamen in die Rille, weil der schneller keimt und anzeigt, wo die Reihe ist. Danach werden die Saatrillen mit Erde dünn überdeckt und leicht angedrückt. Das geht ganz gut mit der Rückseite des Rechens.

Pflege der Aussaat
Ist die Erde sehr trocken, ist es besser, nicht zu gießen, sondern auf einen Regen zu warten. Ab dann müssen die Saatreihen feucht bleiben. Wenn keimende Samen trocken werden, stirbt der Sämling ab. Nach dem Aufgehen sollten die Pflänzchen jedoch auch nicht verhätschelt werden. Wenn es trocken wird, suchen sie mit ihren Wurzeln einfach tiefer nach Wasser. Erst wenn die Gefahr des Vertrocknens zu groß wird, schreiten wir mit der Gießkanne ein. Gartenvlies hilft gegen Austrocknen und bei kalten Nächten.

Nie mehr gießen
Sind die Pflanzen angewachsen, brauchen sie normalerweise nicht mehr gegossen zu werden. Ausnahmen sind extreme Trockenheit bei sehr durchlässigem Boden.

Feldsalat
kann schon bei niedrigeren Temperaturen mit einem Reihenabstand von 10 bis 20 cm ausgesät werden. Feldsalat jetzt anbauen. Der im Herbst angebaute Feldsalat kann jetzt geerntet werden. Schalotten können gesteckt werden.

Spinat mit Reihenabstand von 25 bis 30 cm. Spinat bildet im Kurztag die größte Blattmasse und wird sehr tief gesät. Er braucht guten Erdkontakt zum Keimen, so dass man mit dem Rechenrücken die Erde festklopft. Würfelsaat ist nicht zu empfehlen, da die Bodenlockerung und Unkrautentfernung schwierig ist. Spinat ist gegen sich selbst schlecht verträglich, daher sollte er im Abstand von 2 bis 3 Jahren erst wieder an die gleiche Stelle kommen.

Radieschen haben immer Platz. Sie sind schon weg, wenn die Pflanzen daneben größer werden. Es gibt eine große Sortenvielfalt. Empfehlenswert ist die Sorte Riesen von Aspern, da die Radieschen ganz schön groß, aber nicht pelzig werden.

 

Abdecken mit Vlies
Dadurch werden die empfindlichen Pflanzen geschützt und es kann eine wesentlich frühere Ernte erreicht werden. Das Vlies oder auch Lochfolie wird locker über das Beet gegeben und an den Enden beschwert. Bei der Bewässerung sollte sie abgenommen werden, damit man eine gleichmäßige Wasserverteilung erreicht.

Achtung Sonnenbrand!
Die Abdeckungen nicht bei Wind oder starkem Sonnenschein abnehmen, sonst „verbrennen“ die Pflanzen, die ja unter dem Vlies keinen UV-Schutz ausgebildet haben.

Austrocknungsgefahr
Außerdem ist die Luftfeuchte „draußen“ viel niedriger als unter der Abdeckung. Die Pflanzen verdunsten bei weit geöffneten Spaltöffnungen zuviel Wasser und vertrocknen innerhalb kurzer Zeit. Folie oder Vlies nimmt man am besten bei windstillem, bedecktem Wetter ab, damit die Pflanzen keinen Schock erleiden. Ein Befeuchten der Blätter hilft den Pflanzen bei der Umstellung auf die raueren Bedingungen.

Unterm Vlies wird‘s heiß
Salat ist relativ empfindlich gegen hohe Temperaturen und verbrennt schnell, wenn es zu warm wird. Vor allem bei Lochfolie werden bei entsprechender Sonneneinstrahlung Temperaturen von über 40 Grad C erreicht.

 

ES DARF GEPFLANZT WERDEN

Erste Pflänzchen setzen
Auf die ideal vorbereiteten Beete werden nur gut entwickelte Pflanzengesetzt, wobei nackte Wurzeln mit dem Setzholz fest angedrückt werden, damit sie guten Erdkontakt haben.


Pflanztiefe

Kohlgewächse werden sehr tief gepflanzt und auch noch angehäufelt, wodurch sie wesentlich mehr Wurzeln entwickeln. Außerdem werden sie weniger von der Kohlfliege befallen und erhalten eine wesentlich höhere Standfestigkeit. Salat wird sehr seicht gepflanzt, da dadurch die Salatfäule weniger auftritt.

Pflanzabstand
Frühsorten von Häuptelsalat und Pflücksalat (Abstand 25x25cm), Kohlrabi (Abstand 30x25cm), Karfiol (Abstand 50x40cm), Kohl (40x30-40cm) und Weißkraut (Abstand 40x40-50) können, je nach Witterung, schon im März ins Freiland gepflanzt werden.

 

Jungpflanzen abhärten
Für Pflanzen, die in Glashäusern, Frühbeeten oder auf der Fensterbank vorgezogen wurden, ist rechtzeitiges Gewöhnen an die harten Umweltbedingungen besonders wichtig. Sie sind auch an die bewegte Luft, an geringere Luftfeuchtigkeit und an die direkte Lichteinstrahlung langsam zu gewöhnen.

 

Boden lockern, mulchen und Schädlinge fernhalten
Der Boden zwischen den Reihen kann bei Bedarf gelockert und mit Mulch bedeckt werden. Dabei ist darauf zu achten, keine Schnecken anzulocken. Gegossen wird nur wenn nötig, dann aber ausreichend. Die Pflänzchen sollen nicht verwöhnt werden, sondern dazu angeregt, tiefere Wurzeln zu bilden.

Möhren, Lauch und Kohlgewächse schützt man vor Schädlingen, indem man sofort nach der Aussaat oder Pflanzung Schutznetze über die Pflanzen zieht.

 

Obstgarten

Apfel des Monats - TOPAZ
Schorfresistent, unproblematisch im Anbau und ertragssicher ist Topaz ideal für den Hausgarten.
 

Wuchs: mittelstark, etwas breite gedrungene Krone; mittlere bis hohe Erträge
Reifezeit: Pflückreife ab Ende Oktober; Genussreife ab Ende November, sehr gut lagerfähig (bis März)
Aussehen: mittelgroß; gelb bis orangerot geflammt
Geschmack: saftig und süß mit frischer Säure, würziges Aroma
Besonderheiten: resistent gegen Schorf (nicht mehr ganz); gelegentlich anfällig für Mehltau, bei später Ernte fettige Schale.


JETZT BÄUME SCHNEIDEN!!

Ab Ende März beginnt der Schnitt der stark wachsenden Kernobstbäume.
Für den Schnitt der starkwüchsigen Kernobstbäume ist wesentlich mehr Erfahrung notwendig als für schwachwüchsige Bäume. Sehr stark wüchsige Bäume mit Vorjahrestrieben von über einem Meter werden Anfang bis Mitte April geschnitten.

Je mehr man einen starkwüchsigen Baum schneidet, desto stärker wächst er.
Wichtig ist beim Baumschnitt auf lockere Kronen zu achten. Nur in lichten Kronen, bei denen die Sonne auch in das Innere des Baumes kommt, gibt es wertvolles Obst. Nur wenn die Sonne auch in das Innere des Baumes kommt, trocknen Äste und Blätter rasch ab, wodurch Pilzkrankheiten weitgehend vermieden werden.
 

März ist Pflanzzeit für ballenlose Obstbäume
Wer den Herbst nicht nützen konnte, sollte jetzt Bäume pflanzen. In guten Baumschulen in der Nähe gibt es sicher noch pflanzwürdige Ware von guten Sorten. Die Pflanzgrube wird zwei Spaten tief ausgehoben, wobei Ober- und Unterboden getrennt gelagert werden. Dann wird mit der Grabgabel der Boden der Grube gelockert. Bei der Pflanzung kommt zuerst der Unterboden hinein und darauf der Oberboden. Der Baum wird gut eingeschlämmt und am Pflock mit einer Achterschlinge befestigt. Die Veredlungsstelle muss ca. 5 cm über der Erde liegen. Beim Pflanzschnitt werden dem Baum nur drei, höchstens vier Leitäste belassen, die ca. um ein Drittel eingekürzt werden. Der Stamm bleibt eine Handbreit höher. Die Leitäste werden immer auf eine außenstehende Knospe geschnitten.
 

Befruchtung der Obstbäume
Die Befruchtung hängt von der Ausbildung der Blütenknospen, vom Wetter und Bienenflug zum Zeitpunkt der Blüte und von Befruchtungspartnern ab. Man sollte jeweils zwei verschiedene Apfel- oder Birnbäume in unmittelbarer Nähe pflanzen. Einen Befruchter brauchen auch die meisten Süßkirschen und Sauerkirschen sowie einigen Pflaumen. Pfirsiche und Marillen sind in der Regel selbstfruchtbar.
 

Beerensträucher schneiden
Wurden die Johannis- und Stachelbeersträucher im Herbst nicht geschnitten, ist es höchste Zeit, dies zu erledigen. Bei den roten und weißen Johannisbeeren sowie bei den Stachelbeeren werden zu dicht stehende, sowie die ältesten Triebe an der Basis entfernt. Die schwarzen Johannisbeeren werden auf einjährige Triebe abgesetzt. Nur so ist mit einer ausreichenden Neutriebbildung zu rechnen.
 

Folgende Äpfel brauchen unbedingt einen Befruchter:
Boskoop, Gravensteiner, Bohnapfel, Jakob Lebel, Kaiser Wilhelm, Kanada Renette, Jonagold, Mutsu, Jakob Fischer, Baumanns Renette, Goldrenette, Winterrambour.

Geeignete Befruchter sind je nach Blühzeitpunkt:
Alkmene, Elstar, Goldparmäne, James Grieve, Roter Berlepsch.

Birnen, die einen Befruchter brauchen:
Alexander Lucas, Pastorenbirne, Diels Butterbirne, Gute Graue, Schweizer Wasserbirne.

Befruchter sind:
Bosc’s Flaschenbirne, Clapps Liebling, Conference, Gellerts Butterbirne, Gute Luise, Vereins-Dechantsbirne, Williams Christ.

 

Ziergarten

UNGEDULD IST DAS MOTTO IM MÄRZ.

Man kann die ersten warmen Tage gar nicht erwarten und damit die Zeit, in der man mit der Aussaat und Anzucht von Pflanzen beginnen kann.
Im Glashaus oder in Anzuchtschalen werden die ersten Pflänzchen bereits heranwachsen, doch im Freiland kann es noch Wochen dauern. Geduld ist gefragt, denn bei zu kühlem Boden haben viele Samen Schwierigkeiten beim Keimen. Wenn die Bedingungen passen, holen die später Gesäten die Vorwitzigen rasch ein.

Einjährige Sommerblumen
Die empfindlicheren davon werden schon jetzt im Glashaus oder auf der Fensterbank vorgezogen. Bereits nach 8 bis 14 Tagen kommen die Keimlinge aus der Erde.

Sobald die Keimblätter gut zum Anfassen sind, werden sie pikiert. Je nach Pflanzenart werden diese nach vier bis sechs Wochen getopft und vor oder nach den Eisheiligen ausgepflanzt. Viele Sommerblumen können direkt gesät werden oder säen sich aus und kommen von selber.

 

Zimmerpflanzen

Etwas kühler gestellt blühen Zyklamen viel länger, aber auch Primeln oder Hyazinthen.

Wann wurden Ihre Zimmerpflanzen zum letzten Mal umgetopft?

Ab März beginnt die ideale Zeit dazu. Nicht umpflanzen sollten Sie Pflanzen während der Blüte und Pflanzen, die sich in der Ruhezeit befinden. Um festzustellen, ob eine Pflanze umzutopfen ist, sollte man diese aus dem Topf nehmen. Sieht man nur mehr Wurzeln und keine Erde mehr, nimmt man den nächstgrößeren Topf, füllt etwas Erde ein, reißt den Wurzelballen unten etwas auseinander und stellt die Pflanze in den Topf.

Rundum wird Erde nachgefüllt und mit einem Setzholz oder Bleistift hineingestopft. Am Rand wird die Erde mit dem Daumen festgedrückt, sodass ein Gießrand bleibt. Zum Schluss wird lauwarm angegossen. Verblühte Amaryllils sollen jetzt durch viel Blattwachstum wieder Kräfte sammeln. Dazu werden sie hell gestellt und regelmäßig gedüngt.

 

Balkon und Terrasse

Wer seine Balkonpflanzen überwintert hat, sollte diese nun zurückschneiden und auch umsetzen.

Bei den Engelstrompeten ist wahrscheinlich im Winter ein Stück des Stammes eingetrocknet und muss zurückgeschnitten werden. Oleander wurden ja im Herbst nicht zurückgeschnitten und daher sollte das bald geschehen.